SJ 2011 / 2012

Besuch aus Dzierzoniów

Samstag, 14.04.12

Am Samstagmorgen um 6:00 Uhr haben einige Frühaufsteher von uns unsere Austauschgruppe vom Busbahnhof in Hamburg abgeholt. Anschließend gab es um 6:45 Uhr ein großes Wiedersehen mit der ganzen Gruppe. Nach der Fahrt in die jeweiligen Gastfamilien und dem häuslichen Einrichten haben viele noch eine Runde geschlafen. Ab 14:00 Uhr ging es dann mit einem Großteil der Gruppe zum Chillen nach Buxte-City. Für den Abend war Feierngehen im Mic Mac geplant, wofür wir uns nach dem abendlichen Hübschmachen und entsprechender Vorbereitung bei Sophia trafen. Um 3:00 Uhr morgens gingen wir schließlich müde und beschwingt zurück nach Hause.

Leon und Antonia

Sonntag, 15.04.12

Völlig übermüdet vom gestrigen Disco-Aufenthalt im Mic Mac machten wir uns früh morgens auf den Weg zum Heide Park. Nachdem auch die letzten mit großer Verspätung eingetroffen und alle Karten gekauft waren, begannen wir schließlich unsere Tour. Unsere polnischen Gäste waren überwältigt von der Größe dieses Freizeitparks, da es so etwas in Polen nicht gibt. So besuchten wir mit unserer ganzen Gruppe zunächst die großen Achterbahnen, bis wir uns nach einer kurzen Pause trennten. In unserer Kleingruppe mit fünf Schülern machte sich die bis dahin verdrängte Müdigkeit bemerkbar, weil wir auf merkwürdige Ideen kamen. Deshalb probierten wir die neue "Sportart", das "Planking", aus, indem wir uns wie ein steifes Brett auf verschiedene Oberflächen legten. Dadurch konnten auch unsere plitschnassen Sachen, die durch die Fahrt mit der Wildwasserbahn in Mitleidenschaft gezogen wurden, trocknen. Um 18 Uhr endete schließlich unser Ausflug und wir fuhren wieder zurück zu unserer Familie.

Franziska und Sarah

Montag, 16.04.12

Am Montagmorgen wurden wir, nach wenig Schlaf, um 8.15 Uhr offiziell von unserem Direktor, Herrn Eysholdt, in der Schule begrüßt. Wegen des Besuches wurde die polnische Flagge von Herrn Kopecki im Forum aufgehängt. Herr Clausen führte uns und unsere polnischen Gäste durch die Schule und zeigte uns verschiedene Unterrichtsräume sowie die Bibliothek und den Computerraum. Anschließend machten wir einen kleinen Fußmarsch zum Stadthaus, wo unsere polnischen Gäste nochmals vom Bürgermeister, Herrn Badur, in der Stadt Buxtehude willkommen geheißen wurden. Im Anschluss daran machten wir eine kurze Stadtführung durch die Buxtehuder Altstadt, bevor wir nach Hause fahren durften. Um 16 Uhr trafen wir uns dann zum ersten offiziellen gemeinsamen Zusammensein auf dem Hof der Familie Lemmermann. Jeder brachte etwas zu essen mit und es wurde über lange Zeit ausgiebig gegrillt und Trampolin gesprungen. Jetzt bemerkten wir wieder einmal, dass in Erwachsenen auch immer noch Kinder stecken. Nachdem die Lehrer sich verabschiedet hatten, führten wir unseren kulturellen Austausch weiter und redeten noch bis spät in die Nacht. Wir waren froh, dass wir uns nach einigen Monaten wiedergesehen haben.

Daniel Horst

Dienstag, 17.04.12

Am Dienstag besuchten wir das Klimahaus in Bremerhaven. Nachdem wir uns auf der langen Bahnfahrt vom Grillen ausgiebig erholt hatten, fuhren wir mit dem Bus dorthin. Das Klimahaus bot uns spannende Einblicke in die Welt der Elemente und ihren Einfluss auf unseren Planeten. Dann konnten wir an einem Eigentest unser tägliches Verhalten und die damit verbundenen Umweltfolgen erfahren. An verschiedenen Situationen lernten wir uns umweltbewusster zu verhalten. Zum krönenden Abschluss konnten wir dann noch eine Reise antreten, die durch verschiedene simulierte Klimazonen verlief. Als wir dann nach ca. fünf lehrreichen Stunden das Klimahaus verlassen hatten, fuhren wir nach Bremen in die Innenstadt, wo uns die Bremer Stadtmusikanten freudig empfingen. Nach unserer Rückkehr nach Buxtehude ließen wir den Abend mit einem Film gemütlich ausklingen.

Skalde und Kevin

Mittwoch, 18.04.12

Am Mittwoch bot sich uns endlich einmal die Gelegenheit auszuschlafen, da wir uns erst um 9 Uhr am Buxtehuder Bahnhof trafen. Von dort aus sind wir dann mit der S-Bahn zu unserem Hamburg-Trip aufgebrochen. In Harburg stiegen wir dann in einen Bus Richtung Finkenwerder um, wo wir mit einer Gruppe von Kindergartenkindern abhingen. Auf der Fähre von Finkenwerder bis zu den Landungsbrücken genossen wir bei strahlendem Sonnenschein das türkisblaue Wasser der Elbe und froren kein bisschen. Endlich in Hamburg angekommen, machten wir dann auch sogleich eine Stadtrundfahrt, auf der wir viel über die Hansestadt gelernt haben. Außerdem wurden wir Augenzeugen beim Klären von " Kurdenfragen vor dem türkischem Konsulat" und konnten mit unserem roten Formel-1-Bus an einem LKW-Rennen teilnehmen und glamourös gewinnen. Nach der Stadtrundfahrt lud uns Herr Michalski zum Mittagessen ein, bevor wir danach den "Hamburger Michel" besuchten und den Turm bestiegen, von dem aus wir einen herrlichen Ausblick auf Hamburg hatten. Anschließend wurden natürlich noch Jungfernstieg, Alsterhaus, Europapassage & Mönckebergstraße unsicher gemacht. Doch schon um 17 Uhr ging es auch schon wieder in Richtung Heimat und schließlich ließen wir den letzten Abend sehr gemütlich bei Familie Lemmermann ausklingen.

Lena Lemmermann 

Donnerstag, 19.04.12

Am Donnerstag mussten wir alle früh aufstehen und uns für den gemeinsamen Schultag mit unseren Austauschschülern fertig machen. In unseren ersten zwei Schulstunden des Tages konnten unsere polnischen Austauschschüler den Unterricht miterleben. Für die anschließende Projektarbeit zum Thema Vorurteile von Deutschen gegenüber Polen und Polen gegenüber Deutschen wurde uns ein separater Raum in der Schule bereitgestellt. Dort haben wir uns dieser Aufgabe gestellt, miteinander diskutiert und unsere Ergebnisse auf einem Poster festgehalten. Die schulische Verabschiedung erfolgte durch den Schulleiter und Herrn Otten, der mit seiner Bläserklasse die polnische Nationalhymne einstudiert hatte und unseren polnischen Freunden eine große Freude bereitet hat. Ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa und ein Cafe-Besuch haben diesen Tag abgerundet. Nach der Schule sind noch einige von uns in die Stadt gegangen, um letzte Besorgungen zu machen. Danach wurde es Zeit für den Abschied in der Familie, und die Koffer wurden gepackt. Um 18:45 Uhr haben wir uns am Bahnhof voneinander verabschiedet. Die Polen hatten eine elfstündige Busfahrt vor sich, bis sie am nächsten Morgen in Dzierzoniów ankamen. Die Deutschen sind nach Hause gefahren und haben sich an die schöne Zeit erinnert.

Sophia Krause, Anita Schlüter


Fahrt nach Dzierzoniów

 

Samtag, 08.10.11

Am Samstag hieß es früh aufstehen für die Teilnehmer des deutsch –polnischen Schüleraustauschs 2011. Pünktlich 6:20 Uhr sollte der Zug von Buxtehude nach Harburg ursprünglich fahren, damit wir dort den Anschlusszug nach Breslau bekommen konnten. Doch leider ließ uns die Deutsche Bahn mal wieder hängen und einige Eltern mussten uns noch zum nächsten Bahnhof nach Neugraben fahren. Als wir dann endlich in dem richtigen Zug, auf dem Weg zu unseren Familien auf Zeit saßen, konnten wir uns noch nicht entspannen. Das Abteil mit unseren Reservierungen war ausgefallen und wir mussten uns neue, noch unreservierte Plätze suchen, was uns auch glückte. Und dann hieß es sieben lange Stunden in einem etwas kalten Zug, aber mit viel Spaß zu verbringen. Mit einiger Verspätung kamen wir schließlich in Breslau an und standen unseren Austauschpartnern das erste Mal gegenüber. Wir wurden sofort herzlich in Empfang genommen. Als erstes wurden wir in eine nahegelegene Wechselstube geführt, wo wir unser Geld tauschen konnten. Dann sind wir mit einem kleinen schuleigenem Bus ca. eine Stunde nach Dzierżoniów gefahren, wo die meisten unserer Partner wohnten und haben zunächst einmal unsere Gastfamilie kennen gelernt und einen ersten Eindruck von der polnischen Gastfreundschaft bekommen. Abends haben sich die meisten von uns mit ihren jeweiligen Austauchpartnern in einer kleinen Bar getroffen und hatten dort die Gelegenheit mehr von einander zu erfahren und uns über den Tag zu unterhalten. So ging der erste anstrengende Tag zu Ende.

Sophia

Sonntag, 09.10.11

Nachdem wir am Samstagabend noch alle lange im Pub gesessen und uns gegenseitig kennen gelernt hatten, hieß es am Sonntag erst einmal lange ausschlafen. Jeder verbrachte den Sonntag in seiner Gastfamilie. Nach dem Aufstehen wurde gefrühstückt, ganz wie Zuhause. Danach haben sich meine Austauschschülerin Diana und ich die ganze Zeit unterhalten, wir klönten über Hobbys, Musik und alles, was uns interessierte. Zum Glück musste ich meine Englischkenntnisse nicht einsetzen, da Diana in der Schule Deutschunterricht hat.

Nachmittags gab es dann ein reichliches, sehr schmackhaftes Essen, und wie es in Polen typisch ist, musste ich sehr viel essen und probieren, obwohl ich schon mindestens viermal geäußert hatte, dass ich keinen Hunger mehr hatte. Aber so ist die sehr nette Gastfreundschaft der Polen halt. Um das Essen zu verdauen, ging es dann nach Dzierzoniów.

Diana zeigte mir die ganze Stadt und wir besuchten noch ihr Lieblingscafé, um einen warmen Kakao zu trinken. Denn draußen war es 8° kalt. Am Abend sind wir wieder nach Hause gefahren, haben Abendbrot gegessen und noch ein bisschen deutsches Fernsehen geguckt. Um 23 Uhr ging es dann ins Bett, weil wir am nächsten Tag früh aufstehen mussten.

Franziska

Montag, 10.10.11

Nachdem wir uns alle in der Schule getroffen hatten, haben wir in den ersten beiden Stunden den Unterricht unserer jeweiligen Austauschpartner besucht (z.B. Religion, Biologie, Mathematik, Englisch). Unmittelbar danach ging es weiter in die Innenstadt Dzierżonióws. Dort sind wir in kleineren Gruppen auf den Turm des Rathauses gestiegen hatten einen wunderschönen Blick über die weite Landschaft des Eulengebirges und erfuhren etwas über die Geschichte Dzierżonióws (Reichenbach in Niederschlesien). Weiter ging es nach Krzyżowa (Kreisau) zur Deutsch-Polnischen Begegnungsstätte, wo wir mehr über den Kreisauer Kreis erfuhren, das Zentrum des Widerstands gegen den Nationalsozialismus in Schlesien und sogar ein Stück der Berliner Mauer konnten wir in Augenschein nehmen. Dann fuhren wir nach Świdnica.

 

Wir besichtigten die evangelische Friedenskirche „Zur heiligen Dreifaltigkeit“ (polnisch Kościół Pokoju pw. Świętej Trójcy) in Świdnica. Wir bestaunten ihre prunkvollen Schnitzereien und Verzierungen. Sie gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Schlesien und befindet sich seit dem Jahr 2001 auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO und gilt als die größte Fachwerkkirche in Europa. Sie wurde nach dem Westfälischen Frieden erbaut und beheimatet heute eine protestantische Gemeinde von 140 Mitgliedern.

Am späten Nachmittag ging es dann zurück in die Familien und später haben sich die Schüler noch einmal getroffen, um den Abend ausklingen zu lassen.

Leon

Dienstag, 11.10.11

Wie jeden Morgen trafen wir uns um 9:00 an der Bushaltestelle in Dzierzoniow, von der wir mit dem Bus nach Walim (Wüstenwaltersdorf) fuhren. Dabei führte unser Weg durch die bergigen Waldgebiete der Region, deren Straßen die Busfahrt zu einer aktionsreichen Tour gestalteten. In Walim angekommen, fing es selbstverständlich an zu regnen. Zum Glück sah unsere Planung aber die Besichtigung eines Stollens, Teil des Rieseprojekts, vor, in dem früher KZ-Häftlinge Zwangsarbeit verrichten mussten. Im Stollen war es sehr kalt und die Monotonie, mit der unser Führer uns über die unglaublichen Geheimnisse des Stollens aufklärte, suchte seinesgleichen.

Entsprechende Begeisterung zeichnete sich im Hinblick auf die kommenden Stunden in unseren Gesichtern ab. Im Laufe der Besichtigung änderte sich das aber, da die Historie des Stollens sehr anschaulich und interessant dargestellt wurde. Mit einer Schweigeminute zu Ehren der KZ-Opfer die in Walim umgekommen sind, war das Tagesprogramm auch schon beendet. Bevor es mit dem Bus zurück ging, wurden am Imbiss noch schmackhafte Würstchen für ein gemeinsames Mittagessen gegrillt. Den Rest des Tages verbrachte ein Großteil der Gruppe bei Skaldes Austauschschülerin Karolina.

Dort wurde zunächst der Film „Sin City“ angeschaut, bevor wir uns, total erwachsen wie wir ja sind, mit Verstecken und Kissenschlachtspielen beschäftigten. Außerdem besuchten wir noch eine Feuerstelle, stellten aber fest, dass es zu kalt war, um den ganzen Nachmittag draußen zu verbringen.

Den Abend verbrachte dann jeder in seiner Gastfamilie.

Lena und Kevin

Mittwoch, 12.10.11

Wie jeden Morgen standen wir zur frühesten Morgenstunde auf und saßen um kurz vor 9 Uhr im Bus auf dem Weg durch das Eulengebirge (polnisch „Góry Sowie“)zur Heuscheuer. (polnisch Góry Stołowe, (919 m n.p.m.; polnisch Szczeliniec Wielki,) Nach 80 Minuten holpriger Fahrt erreichten wir endlich unser Ziel. Dort angekommen, machten wir uns auf den Weg zu den Gipfeln des Tafelgebirges. Auf dem Weg zu zahlreichen Aussichtsplattformen wurde uns, von einer polnischen Lehrerin, viel über die Steinformationen mit tierähnlichem Aussehen erzählt. Diese konnten nur durch den unglaublich schönen Ausblick in den Schatten gestellt werden. Herr Michalski berichtete, dass sogar Goethe dagewesen sei und dort den „Erlkönig“ dichtete Trotz der engen und teils steilen Wege musste niemand zurück gelassen werden. Bei bestem, doch frischem Wetter machten wir uns bereit zum Abstieg. Nach zweieinhalb Stunden Wandern konnten wir die ca. dreißigminütige Fahrt mit dem Bus zum Papiermuseum gut für das Relaxen gebrauchen. Dort angekommen, wurden wir sehr nett empfangen und machten uns sofort daran, jeder für sich, sein eigenes Papier herzustellen. Dieses wurde uns am Ende der Tour durch die historisch alte Mühle übergeben. In dem weiteren Verlauf der Tour wurde uns und unseren polnischen Freunden gezeigt, was man alles auf Papier herstellen kann und wie wichtig Papier auch schon in früheren Jahrhunderten gewesen ist. Außerdem wurden uns die allerersten Maschinen zur Herstellung von Papier gezeigt und eindrucksvoll vorgestellt. Nicht nur Papier, sondern auch interessante Versuche aus der Physik wurden in einem Raum des Museums behandelt und jeder konnte die Versuche selber ausprobieren. Nach gut eineinhalb Stunden war auch diese Führung zu Ende machten uns mit dem Bus wieder auf den Heimweg. Abends trafen wir uns, wie so oft, in einem Pub, und vertieften die deutsch-polnische Freundschaft.

Daniel und Skalde

 

Donnerstag, 13.10.11

Den vorletzten Tag unseres Schüleraustausches verbrachten wir bis zum späten Nachmittag in Wrocław (Breslau).
Erneut starteten wir um 9:00 Uhr in Dzierzoniów, wo unser Reisebus der letzten Tage uns in das 640 000 Einwohner große Breslau beförderte.

 

Nach eineinhalb Stunden Fahrt begann schließlich eine ausgedehnte Führung, die uns die Innenstadt näherbringen sollte.
Wir starteten auf der Dominsel, an der Kathedrale St. Johannes des Täufers, welche in den Jahren von 1244 bis 1341 im Stil der Gotik errichtet wurde. Sie ist mit ihren höchsten Türmen der Stadt (knapp 98m) eines der Wahrzeichen Breslaus.

Weiter wurden wir zur Aula der Leopoldina, der Universität von Breslau geführt, die Polens größter Barocksaal und zugleich einer der größten Europas ist. Sie ist heute sowohl Teil des Universitätsmuseums, wird aber auch für offizielle Zeremonien sowie für Konzerte verwendet.
Unsere Tour endete auf dem nach Krakau zweitgrößten Marktplatz Polens, der uns durch den gotischen Stil der alten Gebäude beeindruckte. Ab 13 Uhr begann dann (endlich) unsere wohlverdiente Freizeit, die wir hauptsächlich in Einkaufszentren ausnutzten.
Nach zweieinhalb Stunden kehrten wir erschöpft nach Dzierzoniów zurück. Trotz dieses anstrengenden Tages verbrachten wir noch ein paar schöne Stunden im „HiLife“, wo wir alle gemeinsam an unserem letzten Abend in Polen bowlen waren. Die meisten von uns hielten sich danach den Rest des Abends im nahe gelegenen Pub auf, wo wir bei Pizza und Eis die letzten Tage Revue passieren ließen.

Von Sarah & Antonia

Freitag, 14.10.11

Unser letzter Tag in Polen begann mit Sonnenschein. Die Zeit bis zum Treffpunkt haben wir in unseren Familien verbracht.

Um 11 Uhr haben wir uns an der Schule in Dzierżoniów getroffen und schon mal unsere Taschen und Koffer im Bus untergebracht. Manche Gepäckstücke mussten wieder im Gang stehen bzw. wurden auf Sitze gepackt. Die Abfahrt hat sich jedoch um eine halbe Stunde verzögert, weil einige verspätet eintrafen. Dadurch hatten wir eine sehr schnelle, sehr holprige und sehr hektische Fahrt nach Breslau. Auch gab es ein Durcheinander beim Ausladen der Taschen und Koffer.

Beim Warten auf dem Bahnsteig haben manche bereits angefangen sich von einander zu verabschieden. Als die Bahn einfuhr, wurde es hektischer, da jeder jedem noch ein letztes Mal‚Auf Wiedersehen’ sagen wollte. Dann mussten wir uns beim Einstieg beeilen, da wir für diese Fahrt im Regionalverkehr nach Dresden keine Sitzplatzreservierungen hatten. Nachdem alles verstaut war und jeder einen Sitzplatz gefunden hatte, gab es noch Verabschiedungen aus den Abteilen heraus, bis die Bahn losfuhr.

In Breslau war das Wetter immer noch sehr schön. Wir fuhren knapp drei Stunden durch verschiedene Landschaften. Kurz vor Dresden haben wir uns fertig gemacht um zügig umzusteigen. In Dresden hatten wir dann ca. 30 Minuten Aufenthalt. Manche haben sich die Beine vertreten und andere sind bei den Koffern geblieben. Um etwa 17 Uhr ging die Fahrt nach Hamburg über Berlin weiter.

Die Fahrt verlief ruhig und ohne Störungen, sodass wir dann um halb zehn erschöpft in Hamburg angekommen sind. Da es keinen direkten Anschlusszug Richtung Buxtehude gab (die S-Bahnen waren ausgefallen), hatten wir noch eine halbe Stunde Aufenthalt am Hamburger Hauptbahnhof, bis der Metronom eintraf und wir weiter nach Buxtehude fahren konnten. Um 22.40 Uhr trafen wir in Buxtehude ein. Die Gruppe hat sich nach der Ankunft von einander verabschiedet, sowohl ins Wochenende als auch in die Ferien. So endete der diesjährige Deutsch–Polnische Schüleraustausch, bei dem wir viele gute Freunde gewonnen und ein schönes Land kennen gelernt haben.

Anita Schlüter