SJ 2012 / 2013

Besuch aus Dzierzoniów

Sonntag, 21.04.13

Der Ankunftstag war vorüber, die Austauschschüler konnten sich in den gemütlichen Betten ihres zeitweise neuen Zuhauses erholen und Kraft für den Sonntag tanken. An diesem Tag war den Familien und Gastgeberschülern überlassen was sie mit ihren Austauschpartner unternehmen.

Einige von uns hatten sich entschieden in den Heidepark zu fahren und den Tag entspannt in Achterbahnen und Karussells zu verbringen, andere wiederum wollten Tag damit verbringen Hamburg zu besichtigen, auch mit dem Hintergedanken, dass dort gerade der Dom stattfand, welcher massig Leute einlud auch hier mit Achterbahnen und Karussells seine Zeit zu verbringen, aber auch eine Vielzahl an Buden aller möglichen Art zu bestaunen.

Nun denn, uns (Simon und Leonard) war das dann doch irgendwie zu entspannt und wir entschieden uns für die totale Aktion! Wir schlugen, getrieben von nostalgischen Kindheitserinnerungen, unseren Austauschschülerin Kasia und Justyna vor mit uns in den Wildpark Schwarzeberge zu gehen. Diese willigten mehr oder minder euphorisch ein und so machten wir uns auf den Weg.

Dort gab es einiges zu sehen, von borstigen Hängebauchschweinen die zärtliche Streicheleinheiten geliebt haben bis hin zu zutraulichen Rehen die ein Faible für das Fressen von Futter aus der Hand von Kleinkinder hatten. Zudem sahen wir auch Braunbären, Fledermäuse und zahlreiches anderes Getier. Wir besuchten auch eine Flugschau wo wir den angenehmen Hauch des Windes von den Flügelschlägen eines Falken und eines Adlers in unserem Nacken genießen konnten, so nah konnte man die Tiere dort erleben.

Am Abend trafen wir uns alle in Ovelgönne bei Jonas zum Grillen. Es gab Salat, Brote, Fleisch, Gemüse und sogar Muffins. Nach dem Essen spielten einige von uns Tischkicker andere vergnügten sich auf dem Trampolin. Wir ließen den Abend mit ein paar netten Gesprächen im Fackellicht ausklingen, während im Hintergrund Jack Johnson seine Lieder sang.

Von Simon und Leonard

Montag, 22.04.13

Frisch nach dem Wochenende starteten wir den Wochenanfang alle zusammen in dem Forum unsers Gymnasiums. Nach einem Konzert der Bläserklasse und einem kleinen Rundgang durch die Schule begaben wir uns auf den Weg in Richtung Altstadt Buxtehude, wo schon eine Rallye auf uns wartete, sobald diese nach einiger Zeit abgeschlossen war, hatten wir etwas Freizeit.

Nachmittags ging es mit einer Besichtigung einer Biogasanlage weiter bei Harsefeld. Anschließend wurde samt Lehrern zusammen gegrillt in Grund Oldendorf. Es mundete sehr gut und danach endete das Beisammensein in einem netten Spieleabend.

Jonas

Am Montag stand eine Schulführung durch unseren Schulleiter auf dem Tagesplan, der uns das gesamte Schulareal vorstellte. Des weiteren kamen wir in den Genuss eines exklusiven Konzertes unserer Bläserklasse. Nachdem die Schule abgehakt war, machten wir uns in Richtung Altstadt auf, wo uns eine Stadtrallye bei Laune hielt. Am Nachmittag stand die Besichtigung einer Biogasanlage, mit abschließendem gemeinsamen Grillabend an, den wir alle genossen.

Lena Lemmermann

Dienstag, 23.04.13

Den Dienstagvormittag verbrachten wir in der Schule. Die ersten vier Schulstunden besuchten die polnischen Austauschschüler mit ihren Gastgebern in verschiedenen Unterrichten. Anschließend wurden wir durch die Bläserklasse unterhalten, die für den ausländischen Besuch, neben der polnischen Nationalhymne (Mazurek D?rowskiego) noch zwei weitere Stücke eingeübt hatte. Nach diesem imposanten Konzert unter Leitung von Herrn Otten ging es für die gesamte Gruppe in die Biologie, wo auf uns ein englischsprachiger Vortrag über Wale wartete. Dieser fand im bilingualen Biologieunterricht von Frau Rüsseler statt.

Am Nachmittag fuhren wir ins Alte Land zur Obstbauversuchsanstalt (Esteburg), wo wir durch einen Mitarbeiter begrüßt wurden. Zunächst zeigte er un s ein Labor, wo er uns u. a. die Aufgaben dieses Institutes erläuterte. Dabei wurde er zum besseren Verständnis der Gastschüler von seiner polnischen Assistentin simultan übersetzt. Des Weiteren besichtigten wir ein Kühllager und die Außenanlagen. Für den weiteren Verlauf hatten wir eine Boßeltour am Deich geplant, die leider, im wahrsten Sinne des Wortes, ins Wasser gefallen ist. Deshalb gingen wir sofort zum nächsten Tagesordnungspunkt, dem Pizzaessen auf dem Köpckeschen Obsthof, über. Dort ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Kevin Köpcke

Mittwoch, 24.04.13

Am heutigen Tag mussten wir sehr früh aufstehen, da wir wegen der Gezeiten früh nach Cuxhaven aufbrechen mussten. Wir fuhren mit dem Bus dorthin, dort angekommen tauschten wir unsere normalen Schuhe gegen Gummistiefel ein und es ging los. Wir wanderten eine Stunde durchs Watt, fanden viele kleine Lebewesen und verletzten auch einen Wattwurm.

  

Leider konnten wir nicht bis nach Neuwerk laufen, da bereits das Wasser kam. Ein guter Zeitpunkt für ein Gruppenfoto. :)

Nachdem wir die Wattwanderung beendet hatten schauten wir uns noch einige Tiere unter dem Mikroskop an, ehe wir den Weg zum Natureum aufbrachen. Dort angekommen bekamen wir eine Führung durch einen Teil des Außengeländes. Wobei wir auch am Ziegen und Ottergehege vorbeikamen.

  

Desweiteren erzählte sie uns eine Menge, trotz ihres bescheidenen Vokabulars ;) Wir hatten auch das Glück einmal Hamburg überschwemmen zu dürfen, ohne das es Folgen für uns haben würde.

Nach der kleinen Führung machten wir eine Mittagspause in der Sonne. Anschließend konnten wir uns selbst Bernsteine schleifen, die meisten machten diesen auch an eine Kette. Nachmittags besuchten einige noch einmal die Stadt Buxtehude und andere ruhten sich zu Hause etwas aus, ehe wir uns am Abend zum Halbfinalspiel Dortmund gegen Real Madrid bei Lisa trafen. Wir ließen genüsslich den letzten Abend ausklingen.

Kevin Köpcke und Sarah Brusberg

Donnerstag, 24.04.13

Donnerstag war nun der letzte Tag mit den polnischen Austauschschülern. Morgens trafen wir uns alle am Bahnhof und fuhren von dort aus mit der Bahn bis Neugraben. Danach ging es mit dem Bus weiter bis nach Finkenwerder und von dort sind wir mit der Fähre auf die andere Elbseite gefahren. Nach einem längeren Fußmarsch erreichten wir schließlich den Michel, das Wahrzeichen Hamburgs. Nachdem wir den Glockenturm gestiegen waren und den Michel von innen besichtigt hatten, haben wir alle zusammen in einem portugiesischen Restaurant zu Mittag gegessen. Die übrige Zeit in Hamburg nutzten die Austauschschüler in kleinen Gruppen zum Schoppen, Chillen und Eis essen. Nach ca. drei Stunden trafen wir uns alle wieder am Bahnhof, um gemeinsam nach Buxtehude zu fahren. In den Familien wurden die polnischen Gäste verabschiedet und dann erneut zum Bahnhof in Buxtehude gebracht. Es folgte ein trauriger Abschied. Vom Hamburger Busbahnhof ging es dann mit einem Bus nach Polen. So ging eine ereignisreiche und kurzweilige Woche schnell zu Ende.

Lisa und Franziska

Fahrt nach Dzierzoniów

Samstag, 13.10.12

Am Samstag trafen wir uns bereits um 5:30 in der Früh, um unsere Reise in Richtung Dzierzioniow anzutreten. In Hamburg stiegen wir dann in den ICE nach Berlin und nutzten die Fahrt, um uns ein wenig auszuruhen oder uns an Konversation zu erfreuen. In Berlin tauschten wir dann, nach einer kurzen Pause, unsere durchaus komfortablen Plätze im ICE gegen den nostalgischen Charme des polnischen Zuges nach Wroclaw.

In Wroclaw angekommen, wurden wir wie erwartet ausgesprochen herzlich von unseren Austauschschülern empfangen und hatten während der Busfahrt nach Dzierzoniow die Möglichkeit uns auszutauschen. Am Abend nutzten wir das Wochenende noch einmal aus und besuchten gemeinsam eine Feier.

Sonntag, 14.10.12

Sonntag hatten wir kein festgelegtes Programm, sondern die Möglichkeit, den Tag mit unserer Gastfamilie zu gestalten. Doch trotzdem traf sich ein Großteil der Gruppe gegen Mittag und fuhr mit dem Auto Richtung Eulengebirge. Nach circa 1.5 Stunden Autofahrt waren wir da, an einem besonderen Berg, der eigentlich schon in Tschechien liegt, von unten sehr normal aussieht und auf den man gemütlich hinaufsteigen kann, wenn man willig ist, die knapp 450 Stufen zu bewältigen.

Nachdem wir oben angekommen sind und dort erst mal ein wenig Zeit in der Sonne verbracht haben, haben wir uns weiter gewagt auf einen Rundgang, der ein wenig anspruchsvoller war. Schluchten, viel zu enge Durchgänge – alles dabei. Wieder unten angekommen, machte sich die Hälfte dieser Gruppe dann noch auf den Weg in ein kleines Dorf, das in der Region bekannt ist für eine Quelle, aus der mineralversetztes Wasser sprudelt. Wir guckten uns noch die Altstadt an und fuhren dann nach Hause.

Abends trafen wir uns alle im Raport, einem Pub in der Mitte von Dzier?oniów.

Jonas

Montag, 15.10.12

Breslau - DIe Stadt der Zwerge


Interview mit Lisa

S: Hey Leute, ich muss für Montag den Artikel schreiben. Das ist langweilig, dashalb habe ich Lisa an ihrem Geburstag interviewt. Der Tag begann nicht so toll, der Bus ging kaputt und ich habe meinen Schal verloren.


L: Halt, stopp. Ich fand den Tag toll! Ich kam in den Bus und wurde mit einem englischen, polnischen und einem deutschen Geburtstagslied begrüßt.


S: Aber die Stadtführung war voll langweilig.


L: HALLO! Es war Breslau! Die Stadt der Zwerge, ist doch cool!


S: Na dann hast du dich bestimmt wohlgefühlt. Ich bin bei den ganzen Besichtigungen fast eingeschlafen.


L: Eingeschlafen?! Ich fand die Kirchen so schön! Als wir über die Brücke mit den vielen Liebesschlössern gelaufen sind, war es voll romantisch.


S: Daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern, wir waren mit Fotografieren beschäftigt. Leonard und Jonas sehen von hinten echt heiß aus. Nicht wahr?


L: Jaaa, das weiß ich noch ! Und danach haben wir unser erstes Gruppenfoto gemacht.


S: Genau! Als wir ein relativ gutes Bild hatten, war die Besichtigung der Uni an der Reihe, wo wir endlich wieder schlafen konnten.


L: Ja, in dieser Kapelle dort bin auch weggenickt. Als letztes haben wir den Eingang der Zwerge zur Unterwelt entdeckt und weitere Häuser und Skulpturen angeschaut.


S: Danach gab’s die lang ersehnte Freizeit !


L: Genau, wir haben uns getrennt und in Gruppen die Stadt unsicher gemacht. Kasia und Dagmara wurden vom Fernsehen interviewt und das Highlight war, dass ich auch im Fernsehen war !


S: Cool, gegen Abend ging es dann Richtung Heimat und nach dem Abendessen haben wir uns wieder im Pub getroffen und Billard gespielt und getrunken.


L: Das war echt ein toller Tag.


S: Ja genau, tagsüber ausschlafen und abends Party.


L: So sieht’s aus. Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass wir der japanischen Nationalmannschaft über den Weg gelaufen sind.

Dienstag, 16.10.12

Wir haben uns um 9 Uhr an der Schule in Dzierzoniów getroffen. Yannick und Krystian kamen zu spät, weil Yannicks Schuhsohlen sich gelöst hatten und geklebt werden mussten! Nach etwa einer Stunde Fahrt und wenigen Minuten Fußmarsch erreichten wir das Schloss Fürstenstein.

Dort hatten wir eine Führung durch das Schloss und haben sehr viel über die Geschichte erfahren. Es waren sehr viele Informationen in kürzester Zeit, weil unsere Reiseleiterin das Wort "schnell" sehr oft in den Mund nahm. Außerdem wurden wir in Gänge geführt, in denen einige Situationen animiert wurden. Danach war unsere Tour durch das Schloss beendet und wir gingen zurück zum Bus.

Nach einer Busfahrt von etwa 35 Minuten erreichten wir das Konzentrationslager Groß-Rosen, dort bekamen wir wesentliche Eindrücke über das Leben der in Konzentrationslagern gefangenen Menschen. Wir wurden in zwei Gruppen, eine polnische und eine deutsche eingeteilt, da eine Führung auf Polnisch und die andere auf Deutsch war. Zuerst haben wir einen Film geguckt, der als Einführung in das Thema dienen sollte. Anschließend konnten wir uns die Ausstellung anschauen.

Danach wurde uns der Aufbau des Konzentrationslagers im Modell gezeigt und wir sind über das Gelände gegangen. Uns wurde außerdem gezeigt, wo die Gefangenen damals gearbeitet haben.

Nach einem sehr prägenden Tag haben wir uns am Abend getroffen, um das Fußballspiel der polnischen Nationalmannschaft anzuschauen (währenddessen die deutsche Nationalmannschaft ein 4:0 verspielt hat). Das polnische Spiel gegen England war auch nicht erfolgreich, da es auf Grund des Wetters gar nicht erst angepfiffen wurde, weil man vergessen hatte, das Dach des Warschauer Stadions rechtzeitig zu schließen. An diesem Abend war die Halbzeit des Austausches erreicht und uns bleiben nur noch drei Nächte hier in Polen.

Sarah Brusberg

Mittwoch, 17.10.12

Am Mittwoch war leider schon der vorletzte richtige Tag angebrochen und es ging um 9.00 nach Sleza auf den Zobten. Mit dem Bus fuhren wir zu dem 718 Meter hohen Berg, dessen Bergmassiv aus Granit besteht und mit Wäldern bedeckt ist.

Auf dem Weg zum Gipfel erzählte uns unsere Lehrerin Frau Jadwiga Polcik Mythen und Legenden über diesen Berg. Wir sangen Lieder, redeten und hatten eine Menge Spaß auf dem Weg. Oben angekommen, gab es ein zweites Frühstück. Danach ging es weiter zu einem wunderschönen Platz. Die Sonne schien und der Wald leuchtete in vielen verschiedenen Herbstfarben.

Es wurden viele Fotos gemacht und einige gingen auf den Aussichtsturm, um die schöne Berglandschaft des Eulengebirges noch besser betrachten zu können. Nun folgte der etwas steilere und längere Abstieg, für den wir allerdings nicht so viel Zeit hatten, da unsere polnische Lehrerin sehr hungrig war.

Unten angekommen, machten wir dann ein Lagerfeuer, grillten Würstchen, aßen selbstgemachte Salate und ruhten uns in der Sonne aus. Nach der Heimfahrt trafen wir uns in kleinen Gruppen. Einige schauten Filme an, andere trafen sich in einer Bar. Auch das war wieder ein gelungener Tag in Polen.

Finja und Franziska

Donnerstag, 18.10.12

Heute haben die Michalskis dem ÖPNV gefrönt, weshalb sie einige Minuten zu spät zum Treffpunkt kamen. Als sie da waren, sind wir nach Srebnagura(Silberberg) gefahren und haben dort eine preußische Festung besichtigt.

Die Führung hat ein polnischer Gastarbeiter, in preußischer Uniform geleitet - die Preußen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Die Freizeit der Soldaten bestand scheinbar aus Alkohol und Bestrafung. Anschließend sind wir nach Zabkowice (Frankenstein) gefahren, dort hat der Touristenführer uns zum schiefen Turm von Frankenstein und durch ein Museum geführt. Das spannendste am Museum war der Kauf der Frankensteinmasken, die mit 1Zloti(0,25€) sehr günstig waren. Am Abend hieß es dann wieder "smacznego i nastrowie".

Kevinski Köpcke & Leonard Rehdiger

Freitag, 19.10.12

Heute sind wir etwas früher aufgestanden als sonst, denn es ist leider schon der letzte Tag unserer Reise bzw. unseres Austausches. Die letzten Sachen werden gepackt und es geht auf zur Schule in Dzierzòniow. Dort haben wir an zwei Unterrichtsstunden teilgenommen, um einen Einblick in den polnischen Schulalltag zu bekommen.

Anschließend sind wir alle in den Bus zum Bahnhof gestiegen und haben wieder eine lustige, lange Fahrt nach Breslau hinter uns gebracht. Am Bahnhof angekommen, fing die Verabschiedung an mit einem letzten Gruppenfoto, sowie einzelnen Erinnerungsfotos.

Schließlich kam der Zug nach Hause und wir verabschiedeten uns endgültig. Im Anschluss darauf kam die ewig lange, achtstündige Zugfahrt nach Buxtehude. Dort erwarteten uns unsere Eltern und damit war der Polen Austausch zu Ende.