SJ 2015 / 2016

Besuch aus Dzierzoniów

Wir danken dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk für die freundliche Unterstützung des Schüleraustausches.

10.04.16 Sonntag


11.04.16 Montag


12.04.16 Dienstag


13.04.16 Mittwoch


14.04.16 Donnerstag


15.04.16 Freitag


Fahrt nach Dzierzoniów

Wir danken dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk für die freundliche Unterstützung des Schüleraustausches.

Tagesbericht Donnerstag, 08.10.15

Am Donnerstag, den 8. Oktober, haben wir uns alle pünktlich um 08:00 Uhr morgens am Bahnhof in Buxtehude getroffen. Von dort aus sind wir mit dem Metronom zum Hamburger Hauptbahnhof gefahren. Da der Anschlusszug nach Berlin erst um 09:06 Uhr fuhr, hatten wir eine kleine Wartezeit, in der Herr Michalski von einem Starbucksmitarbeiter in Herr Salski umbenannt wurde. Die Zeit im ICE nach Berlin verging auch recht zügig. Nachdem wir uns kurz beim Aufzug und den Rolltreppen aus den Augen verloren hatten, mussten einige von uns schon die Koffer in den IC Bus packen, der am Europaplatz auf uns wartete, um uns nach Breslau/Wroclaw zu fahren, während andere sich noch im Hauptbahnhof vergnügten.

Nach einer sehr langen Busfahrt mit schlechtem WLAN, aber immerhin WLAN, sind wir in Breslau/Wroclaw angekommen. Dort konnten wir am Busbahnhof in einem Kantor unser Geld wechseln, während wir auf dem Bus nach Dzier?oniów warteten. Nach ungefähr 1,5 Stunden Fahrt sind wir in Dzier?oniów angekommen und wurden dort von unseren Gastfamilien in Empfang genommen. Jeder ist mit seiner Gastschwester/bruder und den Gasteltern nach Hause gefahren und der erste Abend wurde in der Familie zum Kennenlernen verbracht.

Delia und Vivian

Tagesbericht Freitag, 09.10.15

Am zweiten Tag unserer Reise stand eine Wanderung zum Gipfel der Hohen Eule auf dem Programm. Lehrer und Schüler trafen sich zunächst in der Schule. Von dort traten sie die Fahrt mit dem Bus an. Nach kurzer Zeit erreichten wir einen Parkplatz, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Von dort folgten wir zu Fuß unseren zwei polnischen Lehrerinnen, welche uns über Stock und Stein den Weg vorgaben. Aufgrund der starken Steigung und der niedrigen Temperaturen ließ die Kraft und Motivation der Schülerinnen und Schüler schon bald etwas nach. Allerdings ermutigten uns die Lehrkräfte, dass wir uns schnellen Schrittes dem Ziel näherten. Dort bot sich uns ein beeindruckender Ausblick auf die schöne Landschaft, welcher mit einer Geschichte vom schlesischen Berggeist Rübezahl perfekt untermalt wurde. Nach einer kurzen Erholungspause und zahlreichen Fotosessions begaben wir uns zu dem steinernen Aussichtsturm. Dort hielten wir uns eine Weile auf, bevor wir den Abstieg antraten. Dieser fiel den meisten von uns dann deutlich leichter als der Aufstieg. Nachdem wir wieder am Busparkplatz angekommen waren, fanden wir leider keinen Bus vor. Das bedeutete, dass wir einen weiteren Marsch von zwei Stunden in das nächste Dorf zu bewältigen hatten. Dort war die Erleichterung dann doch sehr groß, als endlich ein Reisebus um die Ecke bog. Als wir die Schule, den Ausgangspunkt unseres Ausflugs erreichten, begaben wir uns mit unseren Gastschülern in die jeweiligen Familien und gestalteten mit ihnen den restlichen Tag.

Emma und Christiane

Tagesbericht Montag, 12.10.15

Der Montag war der erste Tag des Austausches, der sich wie ein klassischer Klassenfahrtstag angefühlt hat, wenn auch ein guter. Schüler und Lehrer trafen sich morgens beim Netto ihres Vertrauens und fuhren mit dem Bus zuerst zu der Friedenskirche zu Schweidnitz. Die Kirche ist ein großes Fachwerkgebäude, das innen sowie außen reich verziert ist.

Gebaut wurde sie im 17. Jahrhundert als eine von drei Friedenskirchen, die die evangelische Kirche in Schlesien bauen durfte. Hintergrund war die Eroberung Schlesiens durch Friedrich dem Großen, der das ehemalige österreichische Gebiet zu Preußen annektierte, und der protestantischen Minderheit erlaubte, Gotteshäuser zu bauen. Allerdings war es ihnen dabei nicht gestattet, Stein und Ziegel als Baumaterial zu verwenden, sowie einen Glockenturm zu besitzen. Letzteres wurde anfangs des 18. Jahrhunderts geändert, weshalb ein ebenfalls aus Holz und Lehm bestehender Glockenturm neben der Kirche ergänzt wurde. Der Platz innerhalb der Stadtmauern war ebenfalls für katholische Kirchen reserviert. Das Innenleben der Friedenskirche protzt mit detaillierten Verzierungen an Wänden, Decken und Altären, sowie einer prunkvollen Orgel.

Die Kirche überlebte allerhand Kriege und wurde im Jahr 2001 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Danach fuhren wir weiter und besuchten die Kristallglashütte "Julia" in Piechowice (Petersdorf), eine Gläserei, die in der ganzen Welt für ihre extrem hochwertigen handgefertigten Glasgefäße bekannt ist. Sie fertigen z.B. einige Glaspokale für die Hochzeit von Kate und Prinz William an. Nach einer Führung durch die Manifaktur bekamen wir einen kleinen Workshop, bei dem wir uns selbst Gläser und Anhänger gravieren konnten.

Zurück fuhren wir wieder mit dem Bus und den restlichen Tag (oder Abend) verbrachten die Schüler mit ihren Austauschpartnern.

Emil

Tagesbericht Dienstag, 13.10.15

Am Dienstag, dem vorletzten Tag in Polen, haben wir Breslau besichtigt.

Zuerst waren wir in der Jahrhunderthalle, einem eindrucksvollen Gebäude, bestehend aus vier Kuppel-Pavillons und einer Halle mit einer riesigen Kuppel. Die Jahrhunderthalle gehört heute zum Weltkulturerbe, weil es zu der Zeit, als sie gebaut wurde, ein technisches Wunder war, dass die Halle nicht zusammengefallen ist. Immerhin steht sie heute noch. Das Beste an der Halle war aber das Echo, wenn man in der Mitte stand und geklatscht hat. In dem hauseigenen Museum haben wir dann noch einen Film über die Geschichte der Jahrhunderthalle gesehen, es kam uns so vor, als ob in dem Film die NS-Zeit absichtlich nur sehr kurz erwähnt wurde, um keine deutschen Touristen zu verärgern. Der Rest der Stadtführung begann im ältesten Teil der Stadt, der Dominsel. Dort wurden damals die ersten Gebäude der Stadt errichtet, im 10. Jahrhundert. Uns wurden dann ein paar alte Kirchen gezeigt und verschiedene Universitäten. Am Ende der Führung wurde uns noch das ,,neue‘‘ Rathaus gezeigt, der Marktplatz um das Rathaus ähnelt übrigens ziemlich der Altstadt von Hamburg. Als die Führung vorbei war, durften wir endlich die Stadt auf eigene Faust erkunden und gingen natürlich zuerst in eine Pizzeria. Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging’s ans Shoppen, wo der ein oder andere noch ein paar Schnäppchen gemacht hat oder noch ein paar Souvenirs gekauft hat. Als es mit dem Bus wieder zurück nach Dzier?oniów ging, haben einige von uns noch ein wenig Polnisch gelernt, was genau will ich hier lieber nicht aufführen. Wieder in Dzier?oniów angekommen, sind wir alle noch in eine Bar gegangen und haben den ganzen Abend Billard gespielt mit unseren Gastschülern und natürlich auch mal eine Runde mit Herrn Michalski.

Lars

Tagesbericht Mittwoch, 14.10.15

Es ist Mittwoch, der 14.10.15 und leider der Tag, an dem wir schon wieder, nach einem 6-tägigen Aufenthalt hier in Polen, abreisen müssen. Wir konnten alle ausschlafen, da wir erst um kurz vor 10 bei der Schule sein mussten. Die polnischen Austauschschüler waren natürlich auch dabei. Zusammen haben wir alle miteinander zum Abschied gefrühstückt. Danach ging's auch schon zu Fuß zur Bushaltestalle. Nachdem wir uns dort von unseren polnischen Freunden verabschiedet hatten, fuhren wir mit dem Bus nach Breslau, wo wir noch knapp 2 Stunden bis zur Abfahrt des Busses nach Berlin hatten. Deshalb entschieden wir uns dazu, diese Zeit auf dem schönen, neu renovierten Bahnhof von Breslau zu verbringen. Der Rest der Rückreise war sehr entspannt und gegen halb elf Abends waren wir dann auch zurück in Buxtehude.

Wir hatten alle viel Spaß, haben es genossen und freuen uns schon auf die Zeit wenn wir unsere Freunde aus Polen hier willkommen heißen dürfen.

Daniel Glinka