Klassenfahrt 9a und 9b nach Mirow

Berichte

Mit allen Wassern gewaschen - Klassenfahrt ins Kanu-Camp Mirow

Ob der Regen von oben, oder das kalte Nass des Sees, im Zelt- und Kanulager Mirow konnten wir all dieses innerhalb von einer Woche hautnah miterleben.

Wir fuhren am Montag mit fast 70 Leuten bei Regen los in Richtung Mirow an die Müritz. Zwischendurch klarte es etwas auf, doch kaum waren wir angekommen, wurde das Wetter nur wieder schlimmer und der Fußweg zum Campingplatz alles andere als trocken. Dann hieß es Zelte aufbauen. Auf nassem, kaltem Erdboden mitten im Wald. Super. Die Stimmung war dementsprechend und alle wollten sofort wieder zurück ins warme, trockene Bett. Aber egal. Die Nacht durch haben nur die wenigsten richtig geschlafen, denn der Lärm des Regens weckte einen immer wieder von neuem auf.

Am nächsten Tag, Dienstag, stand dann die erste Kanu-Stunde an. Wir paddelten auf den See, alle dick eingepackt in mehreren Schichten, und lernten die ersten "Schritte" des Kanufahrens. Als wir alle wieder sicher und relativ trocken an den Strand zurückkehrten, machten wir nach einem kurzen Mittagssnack weiter mit einem Programm im Niedrigseilgarten des Camps zur Stärkung der Gruppendynamik. Was nicht ganz so langweilig war, wie es jetzt vielleicht klingt ;-).

Abends gab es richtig leckeres, selbstgekochtes Essen, und alle saßen draußen in mindestens drei Schichten Klamotten. So gegen 12 hieß es dann endgültig ab in die Zelte und es war allen ziemlich kalt, trotz der warmen Schlafsäcke. Doch es war zumindest nicht mehr so laut, wie in der Nacht davor, denn der Regen hatte aufgehört.

Am Mittwoch stand dann die große Tagestour an, die uns nach Gerüchten zufolge ganze 7 Stunden auf dem Wasser beschäftigen sollte. So wurden also nach einem ordentlichen Frühstück und eindeutig besserem Wetter die Kanus in den See gehievt und startklar gemacht. Eigentlich sollten wir innerhalb der 7 Stunden Kanu-Fahrt mehrere Stationen auf dem See suchen und anfahren. Wir haben jedoch nur 2 gefunden. Einmal wegen des mangelnden Interesses vieler, aber auch wegen starkem Gegenwind und starker Gegenströmung und vor allem wegen starken Schmerzen in der Armen… Nach mehreren Zwischenpausen hatte Ronny, unsere Begleitperson der ganzen Woche, glücklicherweise Erbarmen mit uns und ließ uns umkehren. Er zauberte dann auch noch einen Trick aus seinem Seemannsrucksack… er beförderte eine große Plane hervor und wir spannten diese dann über und vor alle Kanus, klammerten uns aneinander fest und segelten vom Wind getrieben zurück. Dann wurde noch das Kentern geübt, was sehr spaßig war und uns alle ordentlich zum Schreien brachte (das Wasser war derbst kalt…). Nach einem ordentlichen selbstgekochten Essen ging es mit der anderen Klasse zusammen auf "Nachtkanufahrt". Dabei war es gar nicht richtig Nacht, sondern nur heller Abend. Aber egal.

Am Donnerstag stand dann das Floßbauen an. Das Wetter war für diese Aktion richtig super, denn man konnte schon in den frühen Stunden draußen im Bikini auf dem Steg liegen und chillen. Wir hatten uns vor dem Frühstück in 2 mal 4 Gruppen aufgeteilt. Jeweils eine Planungsgruppe, Baugruppe, Werbungsgruppe und eine Dekorationsgruppe. In den beiden Gruppen wurde nun also das Floß geplant und fertig gestellt. Immer wieder Spione aus der gegnerischen Gruppe waren dabei vorprogrammiert. Letzten Endes mussten die Floße natürlich auch auf Herz und Nieren geprüft werden. Also rein ins Wasser und rauf auf sie Flöße. Also standen wir mit 16 Leuten in Badeklamotten und Schwimmwesten auf unseren Flößen. Und unseres war deutlich standhafter! Am Ende landeten alle im Wasser, auch Herr Artz und Herr Wissemann hatten keine Chance trocken zu bleiben. Es war ein Heidenspaß und dass bei Sonnenschein pur und gefühlten 30°C. Der Abend endete mit einer erfolgreichen One-Man Show unseres Betreuers Ronny.

Am Freitag stand dann die Tour nach Berlin an. Das Wetter war auch wieder so schön warm, wie am Tag zuvor. Also waren alle von Kopf bis Fuß mit Sonnencreme eingeschmiert und mit einer Sonnenbrille bewaffnet. Wieder fuhren wir den ersten Teil der Strecke mit einer völlig überfüllten ODEG (Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft), konnten dann aber in einen schönen klimatisierten Zug umsteigen, der aussieht wie bei uns der Metronom. In Berlin auf dem tollen und relativ neuem Bahnhof angekommen staunten vor allem die, die noch nie da waren nicht schlecht. Raus aus dem Bahnhof hatte man sofort einen gigantischen Blick auf die Regierungsgebäude, die in der Sonne vor sich hin strahlten. Also eine kurze Wanderung durch das Regierungsviertel, um danach in zwei Gruppen kurze Trips durch Berlin zu machen. Nach langen Fußmärschen und einem kurzen Einkaufsbummel, stiegen wir am Bahnhof Zoo ein und fuhren wieder in Richtung Hauptbahnhof. Von dort mit der anderen Hälfte wieder zurück nach Mirow. Dort wurde gegen 7 der Grill angeschmissen und bis die Kohle dann mal heiß und die Würstchen gar waren, war es schon 11Uhr. Somit ging es auch wieder sehr spät ins Bett, sodass alle erst so gegen 1 oder halb 2 am schlafen waren.

Der Samstag begann dann noch früher als sonst, teilweise sogar gegen halb 6. Gääähn… Wir hatten knapp 2 Stunden Zeit, um unsere Sachen und die Zelte zusammenzupacken. Um 8 gab es Frühstück, von den Lehrer zubereitet, und alles musste ordentlich sein, um von unseren Betreuern, Ronny und Manu, abgenommen werde zu können. Als wir dann wieder in dem völlig überfüllten Zug in Richtung Heimat unterwegs waren, hörte man von vielen, dass man ja auch länger hätte bleiben können, bei dem schönen Wetter. Doch man hörte auch viele, die sich nach einer Woche auf sehr dünnen Matratzen wieder auf ihre weichen Betten freuten. Aber trotz der kalten und nassen Anfänge der Klassenfahrt, war sie trotzdem ein voller Erfolg. Hat sehr Spaß gemacht, mit all den Leuten eine Woche zu verbringen. So konnte man wieder neue Ecken und Kanten feststellen und noch ein Stück mehr zusammenwachsen. Auch mit der Hilfe von den Lehrern und Ronny.

Vielen Dank für diese Woche!

Christiane Fischer, 9a


Klassenfahrt nach Mirow 9 a und b, Juni 2010

Nach einer doch anstrengenden 7-stündigen Zugfahrt freuten sich die Klassen 9 a und b auf ein warmes Bett. Dieses musste jedoch erst errichtet werden, was sich bei strömenden Regen allerdings als sehr schwierig erwies. Nachdem alle Zelte aufgebaut waren, gab es das erste selbstgekochte Essen, der Abschluss des ersten Tages.

Am Dienstag ging es zuerst in den Niedrigseilgarten, 30 cm über dem Boden. Dort erwartete uns ein Parcours, der von 2 Teams entgegengesetzt überquert werden musste. Das Besondere daran war, dass wir dies nur schafften, wenn sich die Teams gegenseitig stützten. Für den Nachmittag stand unsere erste Kanutour an, bei der wir lernten mit dem Paddel umzugehen. Leider kenterte ein Kanu was für die Besatzung bei dem immer noch nicht sommerlichen Wetter nicht gerade angenehm war.

Mittwoch war Floßbauen angesagt. Hierbei machte vor allem nach dem Bau das spätere Fahren viel Spaß. Wir kamen jedoch nicht darum herum, dass einige ungewollt baden gingen. Später gab es eine Abendkanutour in den Sonnenuntergang und bei der anschließenden Wanderung wurde uns auch das gesamte Ausmaß der Mückenplage bewusst.

Die am Donnerstag zu paddelnden 14 km schienen bei dem jetzt wunderbaren Wetter, das den Rest der Woche auch anhielt, niemanden etwas auszumachen. Zwar war der Hinweg mit starkem Gegenwind sehr anstrengend, der Rückweg aber durch Rückenwind umso leichter.

Für den Freitag war die Fahrt nach Berlin geplant. Wir sahen viele Sehenswürdigkeiten, unter anderem den Reichstag und das Brandenburger Tor. Danach hatten alle noch Freizeit und konnten nach belieben shoppen gehen, oder sich einfach in die Sonne setzen. Am Abend fand noch ein gemeinschaftliches Grillen statt.

Der Abreisetag begann früh, da rechtzeitig noch die Zelte abgebaut werden mussten. Danach ging es mit der Bahn wieder nach Hause.

Fazit: Zu Anfang waren wir noch skeptisch : Eine Woche zelten und sich selbst verpflegen? Doch nach den leider ersten 2 verregneten Tagen wurde das Wetter immer besser und auch die Verpflegung durch die Schüler klappte von Anfang an sehr gut, sodass es für alle eine schöne Klassenfahrt war.

Annelie Löhn und Maren Schlehe, Klasse 9b


Klassenfahrt-Mirow 2010

Anfangs von vielen mit Skepsis betrachtet, war die Klassenfahrt nach Mirow, einem Städtchen in Mecklenburg-Vorpommern, letzten Endes doch ein schönes Erlebnis.Die Zugfahrt, eine Nerven-strapazierende Angelegenheit und auch der Marsch zum Zeltplatz, sowie der Aufbau der Zelte im strömenden Regen sorgtenbei den meisten Schülern für schlechte Laune bei der Ankunft. Nachdem es am nächsten Tag auch nicht besser mit dem Wetter aussah, war bei uns die Laune natürlich auch an einem Tiefpunkt angelangt und als wir dann erfuhren, dass wir bei diesem Mist-Wetter auch noch Kanu fahren sollten, kam es - natürlich – zueinigem Nörgeln unter uns Schülern. Die Kanu-Fahrt entpuppte sich jedoch als lustige Erfahrung für alle. Besonders aber für Melissa, Lena und mich.Was wäre denn eine Kanu-Fahrt, wenn keiner kentert? Gedacht, getan.Von dem größeren Boot der Jungs gerammt, gingen wir Drei baden.Danach hieß es erstmal: Ab unter die Dusche!

Die nächsten Tage wurde das Wetter immer besser, somit auch die Laune. Wir bauten Flöße, mit welchen wir danach sogar eine kleine Strecke über den See ruderten. Abends noch eine Kanu-Wander-Tour, welche ich persönlich sehr schön fand und auch von anderen hörte ich viel Gutes über diese Aktion.

Das Essen war weitestgehend genießbar und häufig sehr lecker. Der Zustand des Geschirrs ließ jedoch zu Wünschen übrig, da die Kochgruppen meist nicht richtig abwuschen und das Besteck und die Teller ohnehin schon etwas ekelhaft anzusehen waren durch die häufige Benutzung von anderen Campern.

Bei strahlendem Sonnenschein machten wir eine große Kanu-Tour, die in eine Rast in einem Waldstück mit Ufer am See mündete, wo wir unsere Lunch-Päckchen verzehren und und etwas von der anstrengenden Ruderei erholen konnten, dann ging es, teilweise segelnd, zurück zur Kanustation, wo wir alle geschafft waren und uns auf das Essen und unsere Schlafsäcke freuten.

Als es am Freitag nach Berlin gehen sollte, gab es noch Diskussionen, da einige den Tag lieber auf dem Zeltplatz verbracht hätten. Letzten Endes fuhren jedoch alle mit und es war ein schönes Erlebnis. Die Tour mit Frau Much und Herrn Wissemann war entspannt und spaßig. Am Ende gab es für alle Döner und dann war Freizeit angesagt. In kleinen Gruppen konnten wir Berlin etwas näher erkunden, uns den Fernsehturm und den Alex anschauen. In Berlin haben wir außerdem den Reichstag sowie das Bundeskanzleramt von außen besichtigt. Danach ging es zu dem Holocaust-Denkmal, von wo aus die Gruppen mit den jeweiligen Lehrern zu verschiedenen Zielen gingen. Am Abend kehrten wir alle erschöpft und hungrig zu dem Lager zurück, wo wir dann, alle Klassen gemeinsam, grillten.

Am nächsten Morgen hieß es: Früh hoch und Zelte abbauen, Sachen packen und den Zeltplatz wieder aufräumen. Darauf folgte die ebenfalls anstrengende Rückfahrt, auf der wir häufig umsteigen mussten. Am Ende waren wir alle froh, dass wir wieder in unseren eigenen Betten schlafen und unter der heimischen Dusche in unbegrenzter Zeit duschen können würden, da es auf dem Zeltplatz nur Duschmarken für je drei Minuten gab.

Fazit: Trotz einiger Strapazen und Startschwierigkeiten war die Fahrt nach Mirow Schlussendlich doch eine runde Sache!

Jana Merz, 9b