Beratungskonzept

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Beratung fĂŒr SchĂŒler
Beratung fĂŒr Eltern

Allgemeine Informationen

Aktuell gibt es am Gymnasium Buxtehude SĂŒd zwei BeratungslehrkrĂ€fte (Herrn Fiege und Frau Matthes), die, neben Klassenlehrern und Fachlehrern, Ansprechpartner fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, Eltern und Erziehungsberechtigte und auch Kolleginnen und Kollegen sind. Seit dem Schuljahr 2009/10 gibt es am Gymnasium Buxtehude SĂŒd zudem ein Krisenteam. In diesem Team werden, und hier ist der VerknĂŒpfungspunkt zur Beratungsarbeit zu sehen, Schwerpunkte der PrĂ€ventionsarbeit diskutiert und geplant. Ein Mobbinginterventionsteam (Frau Schumann und Herr Fiegler) steht ebenfalls fĂŒr diesen Beratungsschwerpunkt bereit. Die TĂ€tigkeit des Beratungslehrers am Gymnasium SĂŒd wird von dem Kollegium und der Schulleitung unterstĂŒtzt.

Zu Beginn eines Schuljahres stellt sich der Beratungslehrer der Elternschaft der neuen fĂŒnften Klassen an dem ersten Elternabend vor. Zudem geht er in die neuen Klassen, um auch den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern seine Funktion und Aufgaben zu erlĂ€utern.

Als Beratungsraum ist Raum 208 eingerichtet. Termine lassen sich flexibel entweder via E-Mail oder persönlich vereinbaren.

BeratungsgesprÀche finden in der Schule, aber auch in der hÀuslichen Umgebung der Ratsuchenden statt.

Prinzipien der Beratung

Wichtige Voraussetzung fĂŒr die TĂ€tigkeit, insbesondere bei der Einzelfallberatung, sind die folgenden drei Punkte:

Freiwilligkeit: Die Teilnahme an einer Beratung ist grundsÀtzlich freiwillig, d.h. auch, dass die Beratungslehrer auf Anfrage tÀtig werden.

Verschwiegenheit: Die GegenstĂ€nde der Beratung werden absolut vertraulich behandelt (der Beratungslehrer ist zur Verschwiegenheit verpflichtet, es sei denn, die Ratsuchenden entbinden ihn ausdrĂŒcklich von dieser Schweigepflicht).

UnabhĂ€ngigkeit: Die Aufrechterhaltung der UnabhĂ€ngigkeit der Beratungslehrers in Bezug auf das Problem und mögliche Lösungen muss gewĂ€hrleistet werden. D. h., dass der Beratungslehrer sich unabhĂ€ngig von den Erwartungshaltungen derer machen muss, die nur eine bestimmte Konfliktlösung zulassen wollen. GrundsĂ€tzliches Ziel der Beratungslehrer ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Supervisionstreffen mit anderen Beratungslehrern unter der Leitung des zustĂ€ndigen Schulpsychologen geben Gelegenheit, ĂŒber die eigene Arbeit zu reflektieren. Leider finden diese Treffen wegen StellenkĂŒrzungen im schulpsychologischen Dienst seit einiger Zeit nicht mehr regelmĂ€ĂŸig statt. Die EinschĂ€tzung der TĂ€tigkeit stĂŒtzt sich auf RĂŒckmeldungen bzw. Beratungserfolge, sowie eigenen EindrĂŒcken.

Inhalte der Beratungsarbeit

Die Aufgabenbereiche des Beratungslehrers am Gymnasium SĂŒd sind vielfĂ€ltig. So ist zunĂ€chst die Einzelfallberatung von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern zu nennen, die sich in zwei Felder gliedert: pĂ€dagogische und persönliche Probleme, die sich aber auch teilweise gegenseitig beeinflussen und bedingen.

Im erstgenannten Bereich sind folgende Themen hĂ€ufig Anlass fĂŒr GesprĂ€che: Lern -und VerhaltensauffĂ€lligkeiten, Leistungsprobleme und Motivation, Schulangst, Mobbing (Bullying) und zunehmend Cybermobbing. In den eher persönlichen Bereich gehören:Persönliche Probleme mit Lehrern, Essstörungen und Borderline-SchĂ€digungen, hĂ€usliche Schwierigkeiten (Krankheit, Tod) und auch Mobbing. Nicht immer finden einzelne SchĂŒler die Kraft, von sich aus Hilfe zu suchen. Hier ist es hilfreich, wenn Kollegen, Freunde oder Eltern einen verstĂ€rkenden Hinweis auf die Beratungsmöglchkeit geben.

Beratung mit Eltern und Erziehungsberechtigten beinhaltet Ă€hnliche Themen wie die Beratung von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern, wenn auch die AnlĂ€sse und die Erwartungen unterschiedlich sind.

Der Einbezug beider Gruppen - Eltern und Kind - in die GesprĂ€che oder Mediation zwischen den Parteien fruchtet hĂ€ufig, macht aber auch vereinzelt die Inanspruchnahme außerschulischer Institutionen nötig, um zu einem Beratungserfolg zu kommen.

Der Anlass der Kontaktaufnahme der Kolleginnen und Kollegen mit dem Beratungslehrer ist meist ‚der auffĂ€llige' SchĂŒler oder ‚die auffĂ€llige' Klasse. In den BeratungsgesprĂ€chen werden unterschiedliche Aspekte der AuffĂ€lligkeiten beleuchtet, das Lehrerverhalten reflektiert und Ursachen der Probleme in Betracht gezogen. Die Beratung erweitert sich dann auch unter UmstĂ€nden auf das Klassenkollegium, die Eltern und auch die SchĂŒler oder SchĂŒlergruppen. Auch der einzelne Kollege oder die Kollegin suchen den Beratungslehrer wegen schulischer aber auch privater Probleme auf; die Zusammenarbeit mit dem Personalrat erweist sich oft hilfreich.

SchĂŒlergruppen oder Klassen kommen auf den Beratungslehrer zu, um Hilfe in folgenden Bereichen zu finden: Differenzen mit Fachlehrern und Mobbing, oder sie geben Hinweise auf ‚auffĂ€llige' MitschĂŒler, weil sie selbst mit dem Problem allein nicht klar kommen.

Der Beratungsprozess

Die Vorgehensweise der Beratung lĂ€sst sich in KĂŒrze wie folgt darstellen. Der Anlass Beratung zu suchen, ist nicht unbedingt Ursache fĂŒr das zu bearbeitende Problem. Bereits aus diesem Grund ist es wichtig, dem BeratungsgesprĂ€ch einen angemessen zeitlichen und rĂ€umlichen Rahmen zu geben und „TĂŒr-und-Angel-GesprĂ€che“ zu vermeiden.

In einer großen Anzahl von FĂ€llen ist das Finden und Erkennen der Ursache der wichtige Schritt Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die Reflektion ĂŒber mögliche Konsequenzen möglicher Schritte fĂŒhrt zu der Entscheidung, gemeinsam eine tragbare Lösung auszuwĂ€hlen. In wieweit diese Entscheidung die ‚richtige' war bzw. ist, lĂ€sst sich erst im Nachhinein beurteilen.

Wie oben erwĂ€hnt werden bei der Beratung unter UmstĂ€nden außerschulische Institutionen und Personen zur Hilfe benötigt. Schulpsychologe, niedergelassene Kinder- und Jugendpsychologen, Ärzte oder das Jugendamt sind fĂŒr diese FĂ€lle Ansprechpartner. Nach Absprache mit dem Betroffenen kann aber auch die Schulleitung oder der Klassenlehrer in die Beratung mit eingeschlossen werden.

PrÀvention und Zusammenarbeit

Seit einigen Schuljahren fĂŒhren wir am Gymnasium SĂŒd erneut in Zusammenarbeit mit 'Lichtblick' eine PrĂ€ventionsmaßnahme zum Thema „sexueller Missbrauch" durch. Die Klassen- oder Lions-Questlehrer einer fĂŒnften und einer sechsten Klasse werden an einer Fortbildung zu dem Thema teilnehmen und es werden dann die entsprechenden Klassen in einem Projekt fĂŒr das Thema sensibilisiert.

Als weitere Beratungsangebote stehen die SR-Berater den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern zu VerfĂŒgung und es findet jĂ€hrlich eine Berufsberatung durch Mitarbeiter des Arbeitsamtes statt. Das Gymnasium SĂŒd hatte zudem das Projekt Streitschlichter im Schulalltag installiert, das derzeit nicht regelmĂ€ĂŸig angeboten bzw. angenommen wird.

Schließlich wird an der Schule in den sechsten und siebten Klassen das Förderprogramm zur Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen - Lions-Quest- als ein Training zur Vermittlung von Werten und Lebenskompetenz (Sozialtraining) durchgefĂŒhrt.

AnsprechpartnenInnen hier sind derzeit Frau Popken (Lion’s Quest), Frau Schumann (PrĂ€vention), Herr Wissemann (Streitschlichter).

Ausblick

In Entwicklung ist ein Beratungsordner, der neuen Kollegen die Möglichkeit bieten soll, Kontaktadressen und schulinterne Anlaufstellen zu finden und zur besseren Transparenz verschiedener schulinterner Arbeitsgruppen und Personen, die sich mit PrĂ€ventionsarbeit und Konzepten beschĂ€ftigen, die zur allgemeinen oder speziellen Lösung von Aufgabenfeldern, Problemen und Konflikten beitragen, fĂŒhren soll. Außerdem wird der Umgang mit sozialen Medien im schulischen Umfeld thematisiert.

Da das Gymnasium Buxtehude SĂŒd dem heterogenen Leistungsvermögen seiner SchĂŒlerinnen und SchĂŒler gerecht werden möchte, ist insbesondere der Ausbau der Förder- und Forderzweige beabsichtigt und auch die Kollegen sollen regelmĂ€ĂŸig ĂŒber unterschiedliche Themen Fortbildungsangebote erhalten.