
Es fing alles so gut an… Die Zugfahrt von Cambrils nach Barcelona verbrachte die deutsch – spanische Schülergruppe gemütlich quatschend oder Musik hörend. Wir freuten uns auf die Großstadt inklusive ihrer kulturellen Highlights. Die Casa Batlló sahen wir und auch das Gebäude mit dem Namen „La Pedrera“ auf dem Paseig de Gracia wie man auf katalanisch sagt, einer von Luxusboutiquen gesäumten Hauptstraße Barcelonas.
Doch kurz darauf fing es wie aus Kübeln an zu regnen und wir waren nur noch damit beschäftigt, mit unseren kleinen Regenschirmen halbwegs trocken zu bleiben oder von Vordach zu Vordach der Edelboutiquen zu hüpfen. Es gelang uns nicht. Die Schuhe machten „Schwapp- Geräusche“ und die erste Schicht Kleidung war klatschnass. Die Lehrer der Gruppe hielten Krisenrat. So konnten wir nicht
weitermachen! Es wurde beschlossen, einen Stopp beim Primark einzulegen, wo sich jeder mit dem versorgen konnte, was er am dringendsten brauchte: neue Socken, Regencape, -mantel oder neuer Hose. Nach einer halben Stunde wagten wir es wieder nach draußen – erneut in den Regen. Der Mercat de la Boquería, eine Markthalle im Jugendstil war überdacht und hellte unsere Stimmung mit vielen kulinarischen Köstlichkeiten auf: Empanadas, Früchte mit Schokoladensosse, Meeresfrüchte… Nachdem wir gestärkt waren, verbrachten die Austauschpartner die meiste Zeit bei Mc Donald´s, denn an einen Schaufensterbummel war wegen des Wetters immer noch nicht zu denken. Deshalb lernten wir auch noch die U-Bahn Barcelonas kennen, mit der wir zur Sagrada Familia fuhren. Dort erhielt unsere Stimmung erneut einen Dämpfer: das Touristenzentrum der Basilika hatte die Termine vertauscht und uns am Montag, 2.3. mit einem persönlichen Guide erwartet, so dass wir uns mit einen schnellen Rundgang durch das berühmteste Bauwerk Gaudis mit Audioguide zufrieden geben mussten. Wegen unserer teilweise noch nassen Schuhe oder Jacken war das vielleicht gar nicht so schlecht. Die Art der Besichtigung tat der beeindruckenden Wirkung des Gebäudes auf jeden Fall keinen Abbruch.
Der eine oder andere hatte noch auf Freizeit gehofft, aber wir mussten uns beeilen! Es passte zum gesamten Tag, dass die große Gruppe, in Kleingruppen zersplittert, versuchte, joggend rechtzeitig zum Bahnhof kommen.
Diesen Tag werden wir so schnell nicht vergessen mit seinen lustigen Momenten.
So schlimm kann er auch nicht gewesen sein, wenn die SchülerInnen den Abend noch bei Pizza und Tanz bei einem Spanier ausklingen ließen.
A.L. Janßen

