
Klassen 9b, 10b und 10e nehmen an Unterrichtsstunde zur Klimaforschung teil
Einmal an einer Unterrichtsstunde in der Antarktis teilnehmen – zumindest virtuell: Am 15. Januar schalteten sich die Klassen 9b, 10b und 10e gemeinsam mit über 1.000 weiteren Schulklassen deutschlandweit in einen Live-Stream in die Antarktis. Von Bord des Forschungssegelschiffes Malizia Explorer berichtete die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer live vom südlichsten Kontinent der Erde. Moderiert wurde die Veranstaltung von Eckart von Hirschhausen.
Luisa Neubauer vermittelte dabei eindrucksvolle Einblicke in die aktuelle Klimaforschung und die Arbeit der Wissenschaftler:innen vor Ort. Thematisiert wurden unter anderem Forschungsprojekte zur Meeresökologie sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf die Antarktis und die Ozeane. An der Expedition beteiligt waren neben Neubauer auch der Weltumsegler Boris Herrmann sowie ein Wissenschaftsteam in Kooperation mit dem Alfred-Wegener-Institut.
Vor der beeindruckenden Kulisse gewaltiger Eiswände berichtete Neubauer unter anderem über marine Tierwälder aus Korallen, die zentrale Rolle der Ozeane für die weltweite Sauerstoffproduktion sowie die besondere Bedeutung der Antarktis für das globale Klima. Die antarktischen Eismassen stellen den größten Süßwasserspeicher der Erde dar und dienen zugleich als einzigartiges Klimaarchiv: Mithilfe von Eisbohrkernen lassen sich Klimadaten aus vielen tausend Jahren rekonstruieren.
Obwohl die Antarktis bislang als der am wenigsten vom Menschen beeinflusste Kontinent gilt, sind auch hier die Folgen des Klimawandels deutlich sichtbar. So führt die globale Erwärmung zu einem beschleunigten Abschmelzen des Eises und zu steigenden Meerestemperaturen. Zudem wurde selbst in der Antarktis Mikroplastik nachgewiesen, das unter anderem aus weit entferntem Reifenabrieb stammt. Dies verdeutlicht, dass auch diese abgelegene Region unseres Planeten auf besonderen Schutz angewiesen ist.
Die Veranstaltung stieß bei den Schüler:innen auf großes Interesse und regte zum Nachdenken an. In einer anschließenden Unterrichtsphase konnten offene Fragen geklärt sowie die Inhalte gemeinsam vertieft werden. Die Live-Schaltung machte deutlich, wie weit entfernte Regionen miteinander in globalen Zusammenhängen stehen und wichtig es ist, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen.
Ech

