Vom 04. bis 11. September fuhren Frau Senftleben-Röhrig und Frau Richter zusammen mit sieben Schülerinnen und Schülern nach Otta in Norwegen.
Nach einem kurzen Flug von Hamburg nach Oslo ging es noch weitere drei Stunden mit dem Zug in den hohen Norden nach Otta. Gegen 21:30 Uhr dort angekommen, war die Reise für unsere Schülerinnen noch nicht vorbei, denn einige Austauschfamilien leben weit von der Schule und somit Otta entfernt.
Nachdem alle gut in den Familien angekommen waren, hieß es für die nächsten zwei Tage „Auf ins Wochenende“: Der Austausch begann mit freier Zeit in der Familie. Wandern, Fußball, Fisch essen – die ersten Erfahrungen wurden gemacht und das auf „typisch norwegisch“, inklusive Sichtung von Rentieren.
Ab Montag ging dann der Ernst des Lebens weiter. Für viele Schülerinnen hieß das: früh aufstehen und den weiten Weg mit dem Bus zur Schule nehmen.
Der Tag stand ganz im Zeichen des Erasmus-Projekts „Kultureller Austausch“. Nach einem kurzen Kennenlernen und der Begrüßung unserer Gruppe durch die Schulleiterin hieß es sich mit Stereotypen und Klischees vertraut zu machen und diese auf ihre Ursprünge zu überprüfen. Blond, groß, mit Skiern an den Füßen geboren vs. Lederhosen, Dirndl, aggressiv klingender deutscher Sprache und natürlich viel Bier.
In diesem Sinne wurden in den Fächern Tourismus und Englisch Vorträge über die norwegischen Traditionen gehalten und bereits mit dem ein oder anderen Vorurteil aufgeräumt.
Am Dienstag sollte dann gemeinsam einen Teil der norwegischen Tradition selbst erfahren werden. Wir wanderten durch die Berge von Kåsen und Mysusaeter am Rande des Nationalparks Rondane. Entlang von Blaubeeren, Reinlav (Rentierflechte), Gipfeln und Wasserfällen endete unsere Wanderung, wie sollte es anders sein, in einer typisch norwegischen Hütte, in der uns eine Kollegin der Schule empfing und frisch gebackene, warme Zimtschnecken servierte.
Der Nachmittag endete mit vielen Ideen für die Projektarbeit.
Am Mittwoch drehte sich der Vormittag ganz um die norwegische Küche und wir waren mittendrin. Denn ab halb neun wurde fleißig gekocht. Rømmegrøt, flatbrød und vieles mehr. Ein gemeinsames Essen im Anschluss durfte dann natürlich nicht fehlen. Bevor es mit vollem Magen wieder an die Projektarbeit ging, hatten wir die Ehre während der Beisetzung des verstorbenen norwegischen Königs in Norwegen zu sein. Mit Livestream in der Cafeteria und einer Schweigeminute im Stehen zu Ehren des Königs durften wir an der Staatstrauer der NorwegerInnen teilhaben.
Frau Richters persönliches Highlight erfolgte dann am Donnerstag. Es ging wieder in die Berge, aber dieses Mal hoch zu Ross – oder klein zu Pony. Mutig nahmen alle die Herausforderung an und so ging es im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein bergauf und bergab durch die herrlichste Landschaft Norwegens. Manch eine(r) wurde zum/zur wahren Pferdeflüsterer/Pferdeflüsterin.
Am Ende wurden wir mit einem sagenhaften Essen belohnt, das wir von einem Kollegen der Schule gekocht bekamen und gemeinsam im „Restaurant-Raum“ der Schule einnahmen.
Und so ging unsere Zeit in Norwegen auch zu Ende. Nach dem Essen besuchten einige noch Otta, andere machten sich direkt auf in die Familien zum Kofferpacken. Denn am Freitag sollte es bereits ab 5:23 Uhr mit dem Zug zurück nach Oslo gehen, um von dort zurück nach Hamburg zu fliegen.
Hinter uns liegt eine fantastische Woche und ein toller und eindrucksvoller Austausch und wir sind schon ganz gespannt auf den Gegenbesuch unserer norwegischen Freunde im März.











