ERASMUS+       Reise nach BATEA

Sonntag, 3. März

Am Sonntag ging unsere lang erwartete Reise nach Spanien endlich los. Wir trafen uns um 7 Uhr am Buxtehuder Bahnhof. Alle waren etwas aufgeregt. Mit der S-Bahn fuhren wir zum Flughafen. Alles lief super und wir hatten noch etwas Zeit zum Stöbern im Flughafen. Nach etwa 45 Minuten gingen wir zum Gate.

Der Flug war sehr angenehm. In Barcelona angekommen, fuhren wir ca. 2 Stunden mit dem Bus nach Tortosa (ca. 170 km südwestlich von Barcelona). Während der Fahrt konnten wir die Landschaft sehen und genießen, die ganz anders aussah als bei uns. Es gab Palmen, Olivenbäume und Pinien, und wir kamen an vielen blühenden Mandelbäumen und noch kahlen Weinstöcken vorbei.

In Tortosa holten uns die Gastfamilien ab. Die Fahrt nach Batea dauerte noch einmal 45 Minuten (in nordwestlicher Richtung) und war sehr aufregend.

In Batea, einem kleinen Ort mit ca. 1800 Einwohnern, haben wir mit den Gastfamilien gegessen und viel geredet und sind dann schlafen gegangen.

Leo (7c) und Felix (7d)

 

 

Montag, 4. März

An diesem Montag gingen wir das erste Mal in die spanische Schule. Wir trafen uns mit unserer Gastklasse um 9 Uhr, obwohl die Schule in Batea normalerweise um 8 Uhr beginnt. Wir wurden herzlich begrüßt, und jeder bekam ein Namensschild (auch die Lehrerinnen, die in Spanien mit ihren Vornamen angesprochen werden).

Wir spielten zuerst ein Kennenlernspiel. Dann wurde uns ein traditioneller Tanz vorgetanzt, den wir anschließend mit unseren Partnern nachtanzen sollten, was manchmal besser und manchmal schlechter klappte. Auf jeden Fall war es sehr lustig.

Danach machten wir einen Rundgang durch den Ort, sahen uns eine Kapelle und eine Kirche an und wurden dann im Rathaus vom Bürgermeister persönlich begrüßt, der extra für uns von einem Seminar aus Barcelona gekommen war. Danach gab es Getränke und Snacks, bevor wir uns zwei Videos über Batea und die Region ansahen. Man sah Leute ein Lied über Batea singen, das wir natürlich nicht verstanden, und es wurde ein mittelalterliches Fest gezeigt, das jedes Jahr in Batea gefeiert wird, und bei dem man etwas über das Leben im Mittelalter lernen kann.

Danach konnten wir nach Hause gehen und dort Mittag essen. Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung.

Janika (7d) und Luisa (7b)

 

 

Dienstag, 5.März

Auch heute trafen wir uns um 9 Uhr in der Schule. Dort war die Aufgabe, sich in kleinen Gruppen zusammenzutun und zum Thema Deutschland/Spanien ein paar Fragen auf Englisch mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten aufzuschreiben. Diese sollten wir der spanischen Lehrerin abgeben, damit aus allen Fragen der Klasse ein Kahoot-Quiz zusammengestellt werden konnte.

Nachdem wir mit dieser Aufgabe fertig waren, sind wir zusammen in die Sporthalle von Batea gegangen, um dort Schüler aus anderen Orten in der Umgebung zu begrüßen und uns in Gruppen aufzuteilen. In diesen (etwas größeren) Gruppen sind wir dann durch die Stadt gelaufen und haben verschiedene Stationen besucht, an denen man entweder kleine Spiele spielen oder etwas über Batea erfahren konnte. Diese Aktion, die mehrere Stunden dauerte, findet jedes Jahr in einem anderen Dorf statt, damit sich die Jugendlichen der ganzen Gegend kennenlernen.

Nach dem Mittagessen in den Gastfamilien haben wir uns im Kino von Batea ein englisches Theaterstück angesehen. Die Schauspieler waren Briten, so dass wir sie gut verstehen konnten.

Den Nachmittag haben wir mit den spanischen Jugendlichen verbracht, saßen z. B. in Cafés und haben geredet, oder Spiele wie Fußball gespielt.

Erst spät abends sind wir zum Abendessen nach Hause gegangen (die Spanier essen viel später als wir).

Linnea und Mina (7b)

 

Mittwoch, 6. März

An diesem Tag waren wir in einer Weinkellerei, denn die ganze Gegend ist ein großes Weinanbaugebiet. Die

„Celler Batea“ wurde 1961 gegründet und ist eine Kooperative (gehört ca. 200 Menschen). In der Kellerei gibt es für die Rotweinproduktion 29 große Stahltanks, die insgesamt fast 1,5 Mio Liter Wein fassen.

Weißwein wird in Betontanks hergestellt.

Wir haben bei einer Führung viel über die Bedingungen (feuchte und trockene Winde, Bodenbeschaffenheit usw.) gelernt, die für die Weinproduktion wichtig sind. Außerdem wurde uns etwas über die Unterschiede in der Herstellung von Rot- und Weißwein und deren Lagerung erklärt.

Der Ort Batea hat außer der Kooperative noch über 20 kleinere Kellereien und lebt fast ausschließlich vom Weinbau. Zusätzlich gibt es in der Gegend noch viele Oliven- und Mandelbäume, so dass auch mit vielen Produkten wie Olivenöl und Süßigkeiten aus Mandeln Geld verdient wird. Das Städtchen ist, obwohl es so klein ist, relativ wohlhabend.

Levke (7b) und Melina (7c)

 

 

Donnerstag, 7. März

Heute wurden wir von Eltern in den ca. 25 km entfernten Ort Bot gebracht. Von dort sind wir auf einer ehemaligen Bahnstrecke, die heute „Via Verde“, also „grüner Weg“, heißt, ca. 5 km zu einem Picknickplatz gewandert. Dort haben wir unser mitgebrachtes Frühstück gegessen. An dem Picknickplatz gab es eine Kapelle und einen kleinen Fluss, der eine sehr warme Quelle hat. Der Ort wird deshalb „Fontcalda“ genannt. Anschließend sind wir wieder zurückgelaufen und hatten am Nachmittag in Batea Zeit, etwas mit unseren Austauschpartnern zu machen.

Von 20 bis 22 Uhr haben alle Schülerinnen und Schüler und viele der Lehrerinnen, die an dem Erasmus+ Programm teilgenommen haben, in einem Restaurant zu Abend gegessen. Es gab für die Region typische

„Tapas“, kleine Gerichte, die sich alle teilten. Ich finde, dass es ein sehr schöner Ausflug war, weil wir draußen an der frischen Luft waren, viel miteinander geredet haben und viele Orte gesehen haben, welche es so in Deutschland nicht gibt.

Emily (7d)

 

 

Freitag, 8. März

An diesem Tag haben wir die Heimreise angetreten.

Um 6 Uhr standen wir auf, um uns um 7 Uhr mit einigen anderen Deutschen und ihren spanischen Partnern auf dem zentralen Platz in Batea zu treffen. Die Familien fuhren uns mit Autos nach Gandesa, einem Nachbarort von Batea. Dort stiegen wir in den Bus, der uns in die Nähe des Flughafens von Barcelona brachte. Wir mussten noch in einen anderen Bus und am Flughafen in einen Shuttlebus umsteigen, der uns zum richtigen Terminal brachte.

Als wir dort waren, mussten wir ziemlich lange warten, bis der Schalter öffnete und wir unsere Koffer aufgeben konnten. Durch die Sicherheitskontrolle kamen wir ohne Zwischenfälle. Dahinter versuchten wir uns weitere zwei Stunden zu beschäftigen, bis wir endlich zu unserem Gate gehen konnten. Um 14:50 Uhr startete dann endlich unser Flieger. Wir landeten pünktlich in Hamburg, wo zwei von uns von ihren Eltern abgeholt wurden. Die übrigen fuhren mit der S-Bahn nach Buxtehude. Nach insgesamt etwas mehr als 12 Stunden waren wir endlich wieder zu Hause.

Felix (7c)