Erasmus+ Austausch Korfu: Projekt-Arbeit in Buxtehude

Anfang Mai 2026 empfing das Buxtehuder Gymnasium Süd die griechischen Schüler:innen aus Korfu zum Gegenbesuch im Erasmus+-Projekt „Think Before You Throw – Rethink, Reduce, Respect“. Während auf Korfu vor allem der Umgang mit bereits entstandenen Lebensmittelabfällen im Mittelpunkt stand, lag der Fokus in Deutschland stärker auf der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.

Dafür entstand eine Kooperation mit dem Buxtehuder Unverpackt-Laden „Tante Trude“. Dort erhielten die Lernenden Einblicke in nachhaltigen Konsum und lernten, wie durch passgenaues Abfüllen und Wiegen von Produkten Verpackungsmüll und Lebensmittelabfälle reduziert werden können. Die eingekauften Lebensmittel sowie gerettete Bananen aus dem Foodsharing wurden anschließend gemeinsam zu Bananenbrot verarbeitet.

Auch das Thema Foodsharing spielte eine zentrale Rolle in der Projektarbeit. Die Schüler:innen lernten eine Foodsharing-Station in Buxtehude sowie einen großen Fairteiler in Hamburg kennen, der ihnen von der ehemaligen Lehrerin des Gymnasium Buxtehude Süd Frau Matthes gezeigt wurde. Dort durften sie gemeinsam gerettete Lebensmittel einsortieren und erlebten unmittelbar, wie gemeinschaftliches Teilen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung beitragen kann.

Um ihre Erkenntnisse nachhaltig festzuhalten und mit anderen zu teilen, entwickelten die Schüler:innen unter Anleitung des 12. Klässlers Len Hinke eine Projektwebsite. Len betreibt als Jungunternehmer die Webdesign-Firma (Lero Webdesign) und brachte seine Erfahrungen in der Konzeption, Gestaltung und technischen Umsetzung von Webseiten in das Projekt ein. Auf der Website bündelten die Schüler:innen ihre Arbeitsergebnisse in Form praxisnaher Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen, zudem erstellten sie ein FAQ zum Kompostieren sowie ein eigens entwickeltes Spiel „Trash Master“, mit dem die korrekte Mülltrennung auf spielerische Weise erlernt werden kann und das künftig auch im Unterricht zum Einsatz kommen soll. Darüber hinaus setzten sich die Schüler:innen kritisch mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum auseinander. Aus den Diskussionen entstand ein „Best-Before-Check“, der Verbraucher:innen dabei unterstützen soll, Lebensmittel bewusster zu prüfen, statt sie vorschnell wegzuwerfen.

Das Projekt zeigte den Schüler:innen eindrucksvoll, wie nachhaltiges Handeln bereits im Alltag beginnen kann und wie gemeinschaftliches Engagement dazu beiträgt, Ressourcen bewusster zu nutzen und Lebensmittelverschwendung aktiv entgegenzuwirken.

Mrm